Martina Vanicek

Martina Vanicek (Theaterpädagogin)

Playing Arts als Geburtshilfe für die kreative Spur bei anderen

Frage: Wie geht das – Playing Arts für andere? Playing Arts, um andere auf ihre ganz eigene kreative Spur zu bringen?

Antwort: Hebammenhandbuch. Ganzheitliche Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung, Elisabeth Davis, München 1992, S. 92ff.

»Die Rolle der Hebamme in der frühen Eröffnungsphase.

Wenn du schon in der frühen Eröffnungsphase zu der Frau gehst, (…) miß den Blutdruck, den Puls. (…) Ertaste die Lage des Babys und hör die Herztöne ab. Mach das alles in den Wehenpausen, um die Frau nicht zu stören. (…). Manche Frauen reagieren sehr intensiv auf die ersten Wehen und machen dann den Eindruck, als wären sie schon weiter als sie sind. Verschaff dir im Zweifelsfall Gewissheit. (…) [Du] solltest (..) so sanft und unauffällig wie möglich sein und dabei möglichst schnell möglichst viele Informationen bekommen. (…) Beginne mit deiner Untersuchung, sobald (…) du die Zustimmung der Frau hast. (…) Wie du deine Ergebnisse interpretierst, hängt vom Geburtsverlauf und den Reaktionen der Frau ab. Wenn sie (…) sich überfordert fühlt, braucht sie vielleicht einen Umgebungswechsel und neue Impulse, damit die Geburt in Gang kommt. (…) Es kommt auf jeden Fall zu einem Umschwung, zum Aufgeben von Vorstellungen darüber, wie es eigentlich hätte sein sollen. (…) Zeig der Frau, wie sie sich überlassen kann. (…)

Unterstütze sie dabei. (…) Berührung ist sehr wichtig. (…) Haltungswechsel (…).Stör sie jedoch nicht mehr, sobald du sicher bist, daß sie (..) eingestimmt [ist]. Der Vorteil besteht darin, dass die Intimität, die so gefördert wird, ihr Geburtserlebnis intensiviert und deine Aufgabe im ganzen erleichtert.«

>> Zurück zur Übersicht