playingarts:atelier 2023

Vom 4.-8. September 2023 gibt es das 15. playingarts:atelier im Projektraum Kunstverein Wagenhalle in Stuttgart mit Robby Höschele, Petra Dais, Marie Lienhard und Thomas Putze.

„WENIG übrig_viel DA“ Was hier anklingt, eröffnet einen Spielraum: „wenig“, „viel“, „übrig“, „da“. Und dieser Unterstrich.

Schwingt da Sehnsucht mit oder Angst? Sehnsucht, mal mit etwas bei Null anzufangen, die RESET-Taste zu drücken. Oder die Angst, Komfort, Vielfalt, Reichhaltigkeit zu verlieren. Es ist eine Zeit, in der die Wende zum Weniger in den Systemen des ständigen Mehr gelingen muss. Jenen, die nur wenig zum Leben haben klingt das aber wie Hohn.

In der Bildhauerei gibt es zwei klassische Arbeitsweisen: additiv – etwas dazu tun und subtraktiv – etwas wegnehmen. Überflüssiges weg zu tun und entdecken, wohin das führt, kann eine Strategie sein. Fülle kann Vergnügen bereiten. Alle kennen diese beiden einander entgegenstehenden Redensarten: „aus dem Vollen schöpfen“ und „weniger ist mehr“ – einzeln, womöglich als Vorsatz genommen, kann wohl keine der beiden so ganz glücklich machen.

Aus diesem Stoff können die Spiel-, Experimentier- und Gestaltungsbewegungen im playingarts:atelier 2023 entstehen – im „Projektraum Kunstverein Wagenhalle“ in Stuttgart. Inspiriert durch die Mitwirkung der Künstlerin Marie Lienhard und des Künstlers Thomas Putze – beide begleiten die Gruppe durch die Atelierwoche.

Das playingarts:atelier ist Labor und Werkstatt – mit digitalen Werkzeugen, mit Materialien und Farben, mit Körperbewegung und Körperausdruck, mit künstlerischen Impulsen, mit eigenen Ideen und den Möglichkeiten am Ort und der nahen Umgebung. Im schöpferisch-experimentierenden Spiel werden eigene „heiße“ Bezüge zum Thema ausgelotet. Daraus entsteht ein eigenes schöpferisches Projekt. Überraschend wird sein, wohin das führt.

In der letzten Woche der Sommerferien in Baden-Württemberg findet das fünftägige playingarts:atelier im „Projektraum Kunstverein Wagenhalle“ in Stuttgart statt. Es wird vor allem für Menschen angeboten, die in ihren eigenen Praxisfeldern oft nicht die Zeit finden, eigene Impulse und Ideen aufzugreifen, diesen Raum zu geben und sich ins eigene Spiel zu vertiefen. Die Gruppe der Teilnehmenden ist in dieser Woche ein kleines Netzwerk für den Austausch von Ideen und Erfahrungen und zur gegenseitigen Unterstützung. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht notwendig, Lust und Neugier am eigensinnigen Spiel, am experimentierenden und performativen Gestalten dagegen schon. Die Woche eignet sich um playingarts kennenzulernen oder zu vertiefen.

Das Projekt wird vom Evang. Jugendwerk in Württemberg, vom Netzwerk Spiel & Kultur. Playing Arts e.V. und vom Verein für Kirche und Kunst in der Evang. Landeskirche in Württemberg e.V. gefördert und ist eine Kooperation von Experimentelle Bildungsräume im EJW und Netzwerk Spiel & Kultur. Playing Arts e.V.